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(de) Italy, UCADI, #202 - Regionalwahlen - Eine Demokratie ohne das Volk (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Wed, 7 Jan 2026 08:08:28 +0200


Die Auszählung der Stimmen der immer kleiner werdenden Wähler in den Regionen Kampanien, Apulien und Venetien am 23. und 24. November verlief ohne Überraschungen. In Apulien wählten 41,83 % der Wahlberechtigten die Regionalpräsidenten, während in Kampanien 44,06 % und in Venetien 44,63 % ihre Stimme abgaben - insgesamt 16 Prozentpunkte weniger als bei den vorherigen Wahlen. Diese geringe Wahlbeteiligung spricht Bände über die Krise der politischen Partizipation der Bürger. In Venetien enthielten sich zwei Millionen Wähler mehr der Stimme als bei den vorherigen Regionalwahlen, in Apulien 14 Prozentpunkte mehr und in Kampanien 11 Prozentpunkte weniger. Eine erste Analyse der Wahlbeteiligung zeigt deutlich eine geringere Beteiligung in Großstädten - ein Zeichen für den Rückgang des Klientelismus in diesen Ballungsräumen. Je kleiner das Bevölkerungszentrum, desto stärker wirken Klientelismus und Stimmenfang. Insgesamt war zudem ein besonders deutlicher Rückgang der Wahlbeteiligung junger Menschen zwischen 18 und 35 Jahren zu verzeichnen. Was die Wahlbeteiligung betrifft, erzielte das Mitte-Links-Bündnis einen klaren Sieg für De Caro in Apulien und Fico in Kampanien; in Venetien gewann die rechte Kandidatin Stefani, und die (von Salvinismus befreite) Lega bestätigte dank der anhaltenden Dynamik von Zaias integrativer Politik ihre Position als stärkste Partei gegenüber Fratelli d'Italia. Dieses Ergebnis bringt die Lega in die Position, den künftigen Kandidaten der Mitte-Rechts-Partei für das Amt des Gouverneurs der Lombardei zu nominieren, und stellt Ministerpräsidentin Meloni und ihre Partei vor die dringende Notwendigkeit, Änderungen des Wahlrechts zu prüfen, um die Möglichkeiten der Opposition, die Auswirkungen dieser Bündnisse auf nationaler Ebene geltend zu machen, einzuschränken. Keine der Parteien thematisiert die steigende Wahlenthaltung oder hinterfragt deren Ursachen, sondern beschränkt sich auf Klagen. Ein Beweis dafür ist, dass alle versuchen, die verbleibende Wählergruppe zu mobilisieren. Die zunehmende Verflechtung der Parteien und der verschiedenen politischen Kräfte beider Seiten schreitet unaufhaltsam voran. Die rechtsgerichtete Regierung fordert dringend eine Wahlrechtsreform, etwa durch die Einführung eines Mehrheitsbonus, die Nennung des Namens des Premierministers auf dem Wahlzettel oder eine Neuziehung der Wahlkreise. Angesichts dieser Lage ist mit einem weiteren, unaufhaltsamen Anstieg der Wahlenthaltung zu rechnen.

https://www.ucadi.org/2025/11/30/elezioni-regionali-una-democrazia-senza-popolo/
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