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(de) Italy, FAI, Umanita Nova #34-25 - Wenn Zahlen Bände sprechen. Offizielle Kriminalitätsdaten (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
Date
Wed, 7 Jan 2026 08:08:36 +0200
Das Innenministerium, das offizielle Statistiken über Anzahl und Art der
im Vorjahr gemeldeten Straftaten veröffentlicht, hat diese Daten
exklusiv einer Zeitung zugänglich gemacht. Wie so oft in solchen Fällen
wird die Interpretation der Zahlen sofort politisch, und je
detaillierter die Tabellen, desto anfälliger sind sie für
voreingenommene Interpretationen, die auf den eigenen Vorstellungen vom
Phänomen "Kriminalität" basieren. Ein Begriff, der Verhaltensweisen
umfasst, die von einem Dreifachmord bis zur Sachbeschädigung an einem
öffentlichen Gebäude reichen - unterschiedliche Vorfälle, die
zusammengefasst werden, um die Gesamtzahl zu ermitteln. Während wir auf
die Veröffentlichung der offiziellen Daten warten, werfen wir einen
Blick auf einige der in den Vorabinformationen veröffentlichten Daten.
Im Jahr 2024 wurden der Justizbehörde insgesamt 2.380.653 Straftaten von
den Strafverfolgungsbehörden gemeldet. Innerhalb von (fast) zwanzig
Jahren stieg die Zahl von 2.771.490 im Jahr 2006 auf 2.892.155 im Jahr
2013 und sank anschließend auf 1.900.624 im Jahr 2019.
Betrachtet man den Gesamttrend, so lässt sich ein Abwärtstrend
feststellen, selbst unter Berücksichtigung der zweijährigen
COVID-Pandemie. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Zahl die
Gesamtzahl der Anzeigen und nicht die der Verurteilungen darstellt, die
aus offensichtlichen Gründen niedriger ist. Daher ist selbst ein Anstieg
der Anzeigen um 1,7 % im Jahr 2024 gegenüber 2023 nicht besonders
signifikant.
Unabhängig von diesen Zahlen wird deutlich, dass Politiker und alle
politischen Parteien Kriminalität als ein zentrales, wenn nicht gar das
wichtigste Problem betrachten. Dies liegt zum Teil an der historischen
Neigung bestimmter politischer Parteien, eine "Law-and-Order"-Politik zu
propagieren und zu verfolgen, die einen wesentlichen Bestandteil ihres
ideologischen und identitätsstiftenden Erbes darstellt. In anderen
Fällen sind Parteien überzeugt, dass die Bekämpfung von
Kleinkriminalität im Vergleich zum Problem der immer teurer werdenden
Mieten wahlpolitisch mehr Erfolg bringt.
Aufgeschlüsselte Statistiken stützen beide Positionen. Das heißt, die
Zahlen beziehen sich auf die verschiedenen Arten von gemeldeten Straftaten.
Doch auch in diesem Fall lassen sich die Daten unterschiedlich
interpretieren. Beispielsweise stiegen die Diebstahlsanzeigen (aller
Art) im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 um 3 % und machten 44 % aller
Anzeigen aus. Betrachtet man dieselben Daten jedoch aus einem anderen
Blickwinkel, zeigt sich, dass die Diebstähle (aller Art) im Jahr 2024 im
Vergleich zu 2014 um 33 % zurückgingen. Dasselbe gilt für andere
Straftaten: Zahlen, die bei genauer Betrachtung besorgniserregend wirken
können, bei differenzierter Betrachtung jedoch deutlich weniger.
Ein weiteres deutliches Beispiel ist die umfangreiche Berichterstattung
der Medien über bestimmte Fälle von vorsätzlicher Tötung, wobei sogar
erst kürzlich begangene Ereignisse erneut aufgegriffen werden. Seit
Jahren bestätigen Daten, dass Italien zu den Ländern mit der niedrigsten
Anzahl vorsätzlicher Tötungsdelikte in Europa zählt (vorletzter Platz),
eine Zahl, die Jahr für Jahr sinkt: Zwischen 2015 und 2024 stieg die
Zahl der Tötungsdelikte von 475 auf 319. Selbst bei einer Analyse der
Daten unter Berücksichtigung des Geschlechts der Opfer bleibt das
Ergebnis unverändert: Bei Männern stieg die Zahl von 330 auf 206, bei
Frauen von 145 auf 113.
Natürlich gibt es auch Zahlen, die einen deutlichen Aufwärtstrend
zeigen. Dies gilt beispielsweise für die Zunahme von Anzeigen gegen
Jugendliche, einschließlich Minderjähriger, und gegen Ausländer, sowohl
wegen Straßenkriminalität als auch wegen Drogenkriminalität. Darüber
gibt es viel zu diskutieren und zu schreiben.
Die Erhebung und Verarbeitung dieser Daten ist sicherlich nützlich für
alle, die Kriminalität aus soziologischer Perspektive untersuchen
möchten. Es könnte auch in einer Gesellschaft, die das Gefängnissystem
abschaffen will, hilfreich sein, die Motive von Straftätern zu verstehen
und so Präventionsmaßnahmen umzusetzen. Stattdessen leben wir in einem
Gesellschaftssystem, in dem diese Daten fast ausschließlich für
Propagandazwecke genutzt werden, um mehr Polizisten, den Bau neuer
Gefängnisse und härtere Strafen zu fordern. Doch es kommt noch
schlimmer: Die aktuelle Regierung hat mit dem sogenannten
"Sicherheitsdekret" (Gesetzesdekret 20/2025) bereits 14 neue
Straftatbestände eingeführt, die in den kommenden Jahren unweigerlich zu
einem Anstieg der Anzeigen führen und letztlich gesellschaftliche
Alarmkampagnen Schließlich besteht ein geringes Risiko eines
"Kurzschlusses": Einerseits haben die Regierungsparteien stets Unsinn
über steigende Kriminalitätsraten verbreitet, andererseits könnten sie,
da sie seit drei Jahren an der Macht sind, die Gesamtzahlen, die gar
nicht so tragisch sind, ihren eigenen Sicherheitsmaßnahmen zuschreiben.
Wir sind überzeugt, dass sie beides tun werden. Daran haben wir keinen
Zweifel.
Pepsy anheizen werden.
https://umanitanova.org/quando-i-numeri-sono-unopinione-dati-ufficiali-sulla-criminalita/
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