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(de) UK, ACG: Deutsche Jugend wehrt sich gegen Wehrpflicht (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Fri, 16 Jan 2026 09:33:05 +0200


Der Bundestag hat die Einführung der freiwilligen Wehrpflicht gebilligt und Bundeskanzler Merz von der CDU ermöglicht, seine Pläne zur Militarisierung und zum Aufbau der größten Armee Europas voranzutreiben. Dabei wurden Merz und die CDU tatkräftig von der SPD unterstützt, einem Juniorpartner der CDU an der Macht. Dies verdeutlicht einmal mehr den weltweiten Niedergang sozialdemokratischer Parteien, die sich - ähnlich wie die Labour-Partei in Großbritannien - immer offener arbeiterfeindlichen und militaristischen Positionen zuwenden.

Geplant ist, allen 18-Jährigen in Deutschland einen Fragebogen zuzusenden, um ihre Eignung für den Wehrdienst zu prüfen. Für Männer ist die Wehrpflicht verpflichtend, für Frauen freiwillig.

Seit dem Ende des NS-Regimes 1945 herrscht in Deutschland eine konsequente Ablehnung des Militarismus; dies stellt daher einen tiefgreifenden Kurswechsel dar.

Es überrascht nicht, dass dies bei jungen Menschen Entsetzen und Abscheu auslöste. Als Reaktion darauf kam es am 5. Dezember in 90 deutschen Städten zu bedeutenden Schülerstreiks. 55.000 Schülerinnen und Schüler verließen die Schulen, darunter 3.000 in Berlin, 400 in Essen und Nürnberg, über 1.000 in München und 1.500 in Stuttgart. Dies geschah trotz der Drohungen des CDU-Verteidigungsministers Boris Pistorius, dass die Streiks als unentschuldigtes Fehlen gewertet und auf die Jahresendnoten angerechnet würden, und trotz eines massiven Polizeiaufgebots.

Die Schülerinnen und Schüler protestierten nicht nur gegen diese Maßnahme, sondern auch gegen die Kürzungen im Bildungs- und öffentlichen Dienst sowie gegen die geplante massive Aufrüstung Deutschlands.

Sowohl die CDU als auch die SPD verhöhnten die Proteste. Die SPD bezeichnete die Bewegung als "reinen Populismus oder schlichtweg Unsinn", und Pistorius veröffentlichte ein spöttisches Video.

Pistorius warnte, dass die Wehrpflicht eingeführt würde, falls nicht genügend junge Menschen über diesen Fragebogen rekrutiert würden.

Viele Lehrerinnen und Lehrer haben ihren Widerstand gegen diese Pläne zum Ausdruck gebracht, und auch Studierende beteiligten sich an den Demonstrationen. Sie brachten ihre Besorgnis über Kürzungen der Universitätsbudgets, die zunehmende Verschlechterung der Studienbedingungen und die Zunahme militärischer Forschungsprogramme an den Universitäten zum Ausdruck.

Als Reaktion auf die Kriegsvorbereitungsoffensive von CDU/SPD müssen sich Schülerinnen und Schüler, Studierende und Arbeitnehmer zusammenschließen, um eine Massenbewegung gegen Wehrpflicht und Militarismus zu entwickeln.

https://www.anarchistcommunism.org/2025/12/17/german-youth-resist-conscription
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