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(de) Italy, FAI, Umanita Nova #35-25 - Sandro Morena: Die Freude am Kampf. Die neue Germinal-Veröffentlichung (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Tue, 13 Jan 2026 08:12:39 +0200


Es gab einen Moment am Abend des 7. November im Carso in Corso in Monfalcone, der Sandro Morena gewidmet war, als ich das Gefühl hatte, die Wände würden erzittern. Ein seismischer Schock purer kollektiver Schwingung: Barrio Alto hatte gerade das richtige Lied angestimmt, das einem Gänsehaut bescherte und die Gläser auf dem Tisch klirren ließ. Eine Musik so rau, vielschichtig, anarchisch wie manche Mauern, die von Menschenhand geschaffen wurden: Weltmusik von der Grenze, aus den Vororten, von Kämpfen, von Trinksprüchen und Narben. Und vor allem von den Geschichten derer, die niemals aufgaben.

Die Veranstaltung zu Ehren von Sandro - Genosse, Zeitzeuge, Aktivist - war keine sterile Gedenkfeier. Es war ein Familienessen, zu dem jeder etwas beitrug: eine Erinnerung, eine Flasche Wein, ein Musikstück, ein Lachen. Anarchische Geselligkeit, die Art, die Sandro so liebte, wurde zum Mittelpunkt des Abends. Mehr als eine Erinnerung, eine Wiederbelebung. Mehr als ein Gedenken, ein Fest, bei dem die Melancholie in der Sehnsucht nach dem Wiedersehen dahinschmilzt.

Zwischen Gitarre und Chor, der keine Dissonanz kennt, weil alles erlaubt ist, lag jene "Freude am Kampfgeist", von der Sandro oft sprach: eine Formel, die ihm so selbstverständlich erschien wie das Einschenken von Wein für Gäste oder das Führen einer politischen Diskussion, ohne sie in einen intellektuellen Zirkel zu verwandeln. Barrio Alto, Paolo Zei, Laura Fogagnolo, Alessandro Guerra und Piero Purich trugen ihren Teil dazu bei: Es war der perfekte Soundtrack für jene Bisiacaria, die sich dem institutionellen Hass widersetzt und ihre libertären Räume weiterhin verteidigt, als wären sie ein kollektives Dasein.

In dieser Atmosphäre erschien auch die neue Ausgabe von Germinal, die ganz Sandro Morena gewidmet ist. Eine Ausgabe, die nicht nur durchgeblättert, sondern mit Begeisterung aufgenommen wird. Das Buch ist ab sofort bei Germinal in der Via del Bosco in Triest und im Caffè Esperanto in Monfalcone erhältlich, wahlweise als digitale oder gedruckte Version.

Beim Durchblättern meint man fast, Sandro sprechen zu hören. Seine vielen Leben, sein Wissensdurst, seine Art, mündliche Überlieferungen wie Brot - mit seinen Händen - zu gestalten, werden in ebenso klaren wie bewegenden Beiträgen vermittelt.

Alessio Legas Schlussgedicht ist herzzerreißend: ein Porträt von Sandro, der "unter den Gendarmen" lacht - ein Lachen, das die Grundfesten des Staates, mehr als hundert wissenschaftliche Abhandlungen, untergräbt. Dann sind da die Worte der Genossen des Caffè Esperanto, die sich an den großzügigen und radikalen Mann erinnern, der dem Kollektiv das Hauptquartier schenkte und so einen Ort in ein politisches Versprechen verwandelte, das bis heute Bestand hat.

Das Cover, eine grafische Bearbeitung eines Gemäldes des Schriftstellers Mattia Campo Dall'Orto, sowie eine Illustration von Anton Shpacapan Voncina und ein Foto von Mara Fella bereichern die Bildsprache dieser Ausgabe. Sie enthält zahlreiche Einsendungen von Menschen, die Sandro in verschiedenen Lebensphasen zeigen.

Anna Di Gianantonio beschreibt die "Freude am Kampf" als Verbindung und Freiheit; Gualtiero Pin zeichnet ein Bild von Reisen, Kämpfen und Erinnerung; Chiara Paternoster von der Associazione Esposti Amianto erinnert an Sandros immenses Engagement bei der Aufdeckung der Wahrheit über Asbest; Piero Purich porträtiert seine vielseitige Seite, die eines Reisenden durch Raum und Zeit; Marco Niro zeichnet das Bild von Sandro als Mentor, der mit unerschütterlichem Glauben neue Schriftsteller und neue Geschichten inspirierte. Und dann folgten die Beiträge seiner Kameraden, Freunde und seiner Nichte: Federico, Andrea, Giustina, Liviana, Monica, Gigi, Ciua, Tiziano, Paolo De Toni, Massimo Carlotto und viele andere. Jeder von ihnen fügte ein Puzzleteil zur Geschichte eines Kämpfers hinzu, der niemals stillstand. Eine vielstimmige Symphonie entstand, als ob Sandros Geschichte selbst von einem Chor erzählt würde: dem seiner Gemeinschaft aus Kameraden, Freunden, Weggefährten und Mitstreitern. Und jede Stimme sagte dasselbe: Es geht nicht nur darum, ihn zu erinnern, sondern sein Andenken zu bewahren.

Die Musik von Barrio Alto hielt alles zusammen: die Worte, die Gläser, die Umarmungen. Und als die Feier weiterging, sagte jemand, Sandro würde einen Toast ausbringen, dann das Mikrofon aufstellen, ein paar bissige Kommentare oder einen absurden Refrain zum Besten geben und schließlich die Feier der Gemeinschaft genießen, die er so sehr liebte.

Und vielleicht ist genau das der Punkt: Lasst uns niemals allein. Und es ist im fröhlichen Chaos unserer Abende, in den von Hand zu Hand gereichten Exemplaren des Germinal, in den Gesängen und Gesprächen zwischen Triest, Görz und Monfalcone, dass Sandro weiterhin bei uns ist.

Denn Erinnerung ist ein Kampf. Und unser Kampf, ein freudiger, ist Musik geworden, ein weiteres Exemplar unseres Germinal. Für Sandro und mit Sandro: Denn wenn wir nicht tanzen, ist es nicht unsere Revolution.

Luca - Caffè Esperanto

https://umanitanova.org/sandro-morena-la-gioia-della-militanza-la-nuova-uscita-di-germinal/
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